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Der Hersteller des berühmtesten Sturmgewehres der Welt (AK-47) steht vor der Pleite. Das Unternehmen soll laut Spiegel Online Schulden in Höhe von 180.000 Euro angehäuft haben. Der Grund für die Pleite seien zunehmende Plagiate und eine rückläufige Nachfrage.
Schon im Jahr 2007 sagte der Konstrukteur des Sturmgewehres AK-47 Michail Kalaschnikow anlässlich des 60-jährigen Firmenjubiläums des russischen Exportschlagers: „Überall auf der Welt werden Plagiate verbreitet, die deutlich hinter der Qualität des russischen Vorbilds zurückbleiben.“
Hergestellt werden die Waffen, die weltweit bei 60 Armeen im Einsatz sind, vom Waffen-Hersteller Ischmasch in der Stadt Ischewsk. Laut Angaben des Mutterkonzerns Rosoboronexport bauen ein Dutzend Unternehmen in acht Ländern die AK-47 illegal nach.
Die AK-47 ist die weltweit am meisten produzierte Waffe. Schätzungen gehen von 80 bis 100 Millionen produzierten Exemplaren aus.
Ist der Hersteller vielleicht doch selbst schuld an der Pleite?
Zu Sowjetzeiten wurden großzügig Lizenzen an die Staaten des Warschauer Paktes zur Herstellung des Sturmgewehrs vergeben. Die Kalaschnikow sollte zum Symbol der Volksbefreiung werden. Etwaige Lizenzgebühren galten damals als nebensächlich.
Obwohl Anfang der 1990er-Jahre die Lizenzen ausliefen, produzierten die früheren Partner weiter und jagten diesmal den Russen Anteile am Export ab.