Diese Seite verwendet Tracking-Technologien von Dritten. Durch Zustimmung akzeptierst Du die Datenschutzbestimmungen. Dort kannst Du zudem deine Einwilligung nachträglich widerrufen.
geschrieben am 2009-03-04 12:06:48 von
Whiteknight
Die Fregatte Rheinland-Pfalz hat am 3. März 2009 gegen 7.12 Uhr MEZ im Golf von Aden einen Notruf des Frachters MV Courier der deutschen Reederei Gebrüder Winter (unter Flagge Antigua und Barbuda) aufgefangen. Der Frachter meldete Beschuss von Piraten durch Panzerfaust und Schusswaffen.
Die Fregatte war zu diesem Zeitpunkt rund 50 Seemeilen von dem angegriffenen Handelsschiff entfernt. Umgehend entsandte der Kommandant der deutschen Fregatte einen Bordhubschrauber des Typs Sea Lynx. Auch ein Hubschrauber des amerikanischen Kriegsschiffes USS Monterey beteiligte sich an der Hilfeleistung. Gemeinsam feuerten die Hubschrauber Warnschüsse ab und vereilteten so den Angriff des Piratenbootes.
Der US-Helikopter flog anschließend zu seinem Schiff zurück. Um circa 9:50 Uhr MEZ näherte sich die Rheinland-Pfalz dem Piratenboot bis auf wenige Meter und führte ein Boarding auf dem Piratenboot durch. Bei der Aktion wurden neun mutmaßliche Piraten verhaftet und an Bord der Fregatte Rheinland-Pfalz in Gewahrsam genommen. Beweismittel wurden sichergestellt. Die Piraten stammen aus Somalia und dem Sudan und werden gegenwärtig zum Sachverhalt verhört. Es war das erste Mal, dass die deutsche Marine bei ihrem Einsatz am Horn von Afrika Piraten gefangen hat.