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Bundeswehr  
geschrieben am 2006-10-24 12:19:20 von Whiteknight
Die Bedrohungen eines Soldaten einer internationalen Friedenstruppe sind imens. Verborgene Sprengladungen, versteckte Angreifer unter Zivilisten, gewalttätige Demonstranten, extreme Klimabedingungen bishin zu brenzlichen Feuergefechten. Viele Nato-Staaten, an der Spitze die USA, bringen daher die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Schutz und zur Leistungssteigerung ihrer Soldaten zum Einsatz. Mit neuesten Hightech-Geräten ausgerüstet ist der Soldat schon fast mit einer Science-Fiction-Figur vergleichbar. Denn er ist stich- und kugelsicher, er schießt um Ecken, er sieht Nachts nahezu perfekt und ist selbst unsichtbar.
Bild eines hochmodernen US-Infantristen
Bei der Bundeswehr heißt die Ausstattung „Infanterist der Zukunft“ (IdZ). An der unterfränkischen Hammelburg wird seit 1997 die moderne Ausrüstung erprobt und zusammen mit der Industrie stetig weiterentwickelt. Die Gruppenausstattung wurde Ende 2002 im Kosovo 6 Monate lang getestet und wird zur Zeit vorranging in Afghanistan eingesetzt. Doch wie sieht diese Ausrüstung aus?

Lucie ermöglicht der zehnköpfigen Infantriegruppe das Sehen bei Nacht. Sie ist eine Restlichtverstärkerbrille, welche am Helm montiert werden kann. Mit einer Sichtweite von 15cm - bis 250m erlaubt die Brille eine Sicht fast wie am Tage. Vom Kartenlesen bis Ausspähen ist damit also alles möglich. Der alte Stahlhelm wurde durch einen deutlich leichten Aramid-Helm ersetzt. Aramid ist eine extre widerstandsfähige und leichte Kunstfaser. Ein jackenähnliches Tragesystem enthält Stromversorgung, Computer, Funkgerät sowie einige Taschen für Munition und Essensrationen. Ein integrierter 2,1-Liter Wassersack mit Trinkschlauch ist optional flach auf dem Rücken angepasst. Eine stichfeste Schutzweste kann durch Einschieben von Keramikplatten sogar soweit verstärkt werden, dass es sogar Geschosse des bekannten Kalaschnikov-Sturmgewehrs abwehrt.


Die Bundeswehr-Spezialeinheit KSK
Jeder Soldat trägt eine Schutzbrille. Die schützt vor Staub, Splitter und Laserstrahlen. Mit Headsets ausgerüstet kommunizieren die Soldaten leise und über große Distanz. Zur Bewaffnung gehört u.a. die Maschinenpistole MP 7 von Heckler & Koch. Sie ist fast so klein wie eine Pistole, hat nur sehr geringen Rückstoß und ist durchschlagskräftiger als ein normales Gewehr bei einer Feuerrate von 950 Schuss/Min. Das leichte MG 4 Maschinengewehr und ein Mini-Granatwerfer für das G 36 sind ebenfalls Ausrüstungsgegenstand der Truppe. Mit dem Mini-Granatwerfer AG36 lässt sich zudem auch nicht-tödliche Munition wie Hartschaumstoffgeschosse verfeuern.

Zu Zukunftsgedanken gehen sogar noch viele Schritte weiter: So wird der Helm der Zukunft womöglich ein Visier haben, auf dem Karten eingespiegelt werden können, das zum Zielen dient und über eine Kamera das, was der Soldat im Einsatz gerade sieht, direkt an das Einsatzführungskommando in Potsdam übertragen kann. Schon jetzt navigiert der Soldat mit Satellitenhilfe. Künftig wird dadurch die genaue Position auch entfernterer Kameraden auf einer digitalen Karte erkennbar. Im Helm sind Messgeräte für Gehirnströme integriert. In einer Übergangsphase sollen die Waffen zunächst sprachgesteuert werden, was wertvolle Sekundenbruchteile schneller funktioniert als deren gegenwärtige manuelle Auslösung.

Der Körper wird durch ein künstliches Exoskelett mit klitzekleinen Motoren verstärkt, das die Muskelkraft vervielfacht. Bekannt gewordene erste Versuche behindern den Träger noch durch eine unförmige Apparatur. Zu schwer, zu langsam, zu kompliziert und zu störanfällig sind viele der Zukunftsprojekte. Doch während die Muskeln zum Überziehen erst in Jahrzehnten einsatzreif sein dürften, sind „intelligente Textilien“ teils schon Wirklichkeit. Mini-Fasern überwachen als Sensoren die Gesundheit des Trägers und bilden ein Netz miniaturisierter Computer, Fühler, Leitungen und Antennen, die zum Beispiel eine Verletzung samt genauem Standort des Verwundeten an die Sanitäter weiterleiten können. Uniformen der Zukunft halten den Körper warm oder kühlen ihn, versteifen sich beim Auftreffen von Geschossen und absorbieren die Stoßwellen. Durch Fotozellen oder Reflektoren wechseln die Kampfanzüge ihre Farbe wie ein Chamäleon. Schon jetzt gibt es Tarnkleidung, die die Wärmeabstrahlung des Körpers unterdrückt. Damit ist der Soldat durch Infrarot nicht mehr zu orten.

Die Bundeswehrsoldaten der Zukunft
Das Gewehr, mit dem der Schütze aus sicherer Deckung um die Ecke schießen kann, wurde im März auf einem britischen Militärgelände erfolgreich getestet. Wie die Fachzeitschrift „Strategie und Technik“ berichtet, seien bis zu 200 Meter „erstaunlich gute“ Trefferergebnisse erzielt worden. Auch das deutsche G 36 soll eines Tages „intelligente Munition“ verschießen. Das Geschoss explodiert - je nach Programmierung mit einem Schieberegler - knapp hinter, neben oder über dem Ziel. Eine Deckung nutzt dem Gegner dann nichts mehr. Das Gewehr der Zukunft verschießt auch Schleim, Gas oder Netze, um Angreifer nicht zu töten. Die Forschung mit Laser-Handwaffen kommt nur mühsam voran. US-Experten hoffen, in 15 bis 20 Jahren so weit zu sein. Mikrowellen- und Schallwellen-Waffen sind in der Entwicklung. Amerikanische Wissenschaftler haben das 24/7-Ziel: Der Soldat soll rund um die Uhr sieben Tage lang kämpfen können. Versorgt wird er mit Nährstoffpflastern, wachgehalten durch Medikamente.

Schon im Vietnamkrieg wurde ein chemisches „Schnüffelgerät“ eingesetzt, das Menschen im Dschungel aufgrund ihres Körpergeruchs aufspüren sollte. Die Amerikaner arbeiten angeblich seit einigen Jahren an weit exakteren Bio-Detektoren. Sie messen die Strahlung eines schlagenden Herzens sogar durch Hauswände.

Die neue Ausrüstung halbiert das Gewicht, das der einzelne Soldat im Einsatz tragen muss. Trotzdem kommen leicht über 30 Kilogramm zusammen. Deshalb nutzt die Bundeswehr ein Radpanzerfahrzeug als „Mutterschiff“ für die Infanteriegruppe. Die US-Army lässt an einem RMLC arbeiten, einem vierbeinigen Roboter, der wie ein Maulesel „seinem“ Soldaten automatisch folgt.

Die Roboter-Technik, so wurde jüngst bei einer Schau in Hammelburg deutlich, steckt aber bei Landsystemen noch in den Kinderschuhen. Lediglich Roboter zum Bombenentschärfen haben die nötige Einsatzreife. Anders fliegende Spähsysteme: Kleine Kameras surren fast lautlos durch die Luft, der Soldat kann damit um die nächste Häuserecke oder in ein Fenster schauen, ohne gefährdet zu ein.

Eine besondere Gefahr stellen improvisierte Sprengladungen dar. Nach offiziellen US-Angaben explodieren im Irak davon monatlich 1600 entlang der Straßen. Rheinmetall (Düsseldorf) und Diehl (Nürnberg) haben eine koffergroße Abwehrtechnik entwickelt, die durch Hochenergie-Funkwellen Sprengkörper entweder weit vor dem eigenen Fahrzeug explodieren lässt oder deren Zündung durch Handys unterdrückt. Eingeführt wird diese Schutzausstattung bei der Bundeswehr möglicherweise ab 2007 – allein abhängig von der Finanzierung.

Deutsche Fallschirmjäger und Kommandosoldaten können bald „Para-Finder“ und „Tentainer“ einsetzen. Das Satelliten-Navigationsgerät ermöglicht Sprünge aus 10.000 Metern Höhe mit Gleitflügen über 50 Kilometer und punktgenauer Landung, egal bei welchem Wetter. Der Springer trägt Flügel wie Batman oder kann einen Spezialisten (z.B. einen Arzt) angeschnallt mitführen. Der Tentainer ist eine Mischung aus Zelt und Container, der von einem selbststeuernden Lastenfallschirm abgesetzt wird. So haben die Soldaten, zum Beispiel bei Hilfsaktionen nach einem Erdbeben in unzugänglichem Bergland, gleich Unterkünfte und Arbeitsplätze dabei.

Auch zum Schutz von Feldlagern in Einsatzländern nutzbar werden soll der „Smart Dust“ (schlaue Staub), über den das Fraunhofer-Institut in „Strategie und Technik“ berichtete. Mikro-elektromagnetische Systeme in Staubkorngröße werden zu Hunderttausenden ausgestreut oder vom Flugzeug abgeworfen. Sie bilden ein für das Auge unsichtbares Netz, das je nach Bedarf Waldbrände, chemische Kampfstoffe oder Eindringlinge melden kann. Kleiner als fünf Millimeter geht es zurzeit noch nicht. Doch die Forscher schrumpfen weiter und wollen die Staubteilchen sogar mit kleinen Raketenmotoren versehen, um sie mobil zu machen.

Quelle: RP-Online
Hinweis: Originaltext von RP-Online wurde leicht modifiziert
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