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Der neue NH90 der NATO ist der zur Zeit modernste Hubschrauber der Welt. Er ist dank Stealth-Technologie beinahe unsichtbar für das Radar und besteht zum größten Teil aus sehr leichtem Kohlefaser-Verbundstoffen. Zudem besitzt er als erster Hubschrauber überhaupt eine vollständig computergestützte Fly-By-Wire-Steuerung. Die Bundeswehr orderte gleich 122 Helikopter für Rund 4,6 Milliarden Euro.
Doch nun stellten Experten des Heeres fest, dass der teure Superhelikopter den Anforderungen der Bundeswehr nicht gerecht werde.
Die geringe Bodenfreiheit verhindert das Ein- und Aussteigen bei unwegsamen Untergrund und Hindernissen größer als 16cm.
Zudem sei der Boden im Innenraum nicht "Infantrietauglich". Laut den Experten sei er zu druckempfindlich und schmutzige Kampfstiefel würden den Boden beschädigen. Ein gleichzeitiger Transport von Personal und Lasten-Paletten sei ebenfalls nicht möglich.
Außerdem sei die Heckrampe zu schwach, um Soldaten mit Ausrüstung zu tragen. Somit ist sie ungeeignet für einen Ein- und Ausstieg der Soldaten.
Die Sitze des Hubschraubers seien zu unbequem, unsicher und zu instabil. Soldaten mit mit Ausrüstung mehr als 110 Kilo wiegen, dürfen nicht mitfliegen. Bedenklich wenn man beachtet, dass die "Infantrie der Zukunft" Ausrüstung alleine bereits 25 Kilo wiegt.
Der Platz im Helikopter sei so knapp, dass ein Infantrietrupp mit 24-Stunden-Gepäck nur dann hinein passt, wenn Sturmgewehre, Panzerfäuste und Gepäcke ungesichert auf dem Boden liegen.
Aus Platzgründen unzweckmäßig sei der sogenannte "Doorgunner", also der Bordschütze mit Maschinengewehr. Soll der Helikopter in einer heißen Kampfzone landen, muss er von anderen Kräften gesichert werden.
Aufgrund fehlender Sicherungsgurte soll zudem das Mitführen von schweren Waffen wie Milan-Raketen, Granat-Maschinenwaffen, Stinger-Raketen etc. nicht möglich sein.
Für spezielle Einsatzverfahren wie bsp. das "Fast Rope" (schnelles Abseilen) sei der Hubschrauber ebenfalls nicht geeignet. Dieses Verfahren wird meist von Spezialeinheiten wie den KSK (Kommando Spezialkräfte) genutzt. Die einzige Winde sei zu schwach, um mehrere Soldaten kurz hintereinander abzuseilen. Auch das Absetzen von Fallschirmspringern mit automatischer Auslösung sei derzeit ausgeschlossen.
Die Experten der “Luftlande- Lufttransportschule” kommen zu einer ernüchternden Empfehlung: “Wann immer möglich sind alternative Luftfahrzeuge zur Verbringung von Infanteriekräften zu nutzen".