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geschrieben am 2006-05-26 12:06:26 von
Whiteknight
Heute wurden zeitgleich im gesamten Bundesgebiet rund 130 Hausdurchsuchungen im Rahmen einer koordinierten Aktion gegen Tauschbörsennutzer durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft Köln spricht vom "größten Schlag gegen ein Tauschbörsennetzwerk in Deutschland". Zahlreiche Computer wurden beschlagnahmt und weitere Beweismittel wurden sichergestellt. Gegen alle Beschuldigten wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die etwa 3.500 Nutzer des eDonkey-Netzes sollen rund 8.000 Dateien über die Tauschbörse angeboten haben. Für die betroffenen Musikfirmen sind die erforderlichen Strafanträge gestellt worden.
Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden in Zusammenarbeit mit der von der deutschen Landesgruppe der IFPI e.V. beauftragten proMedia Gesellschaft zum Schutze geistigen Eigentums mbH. Dabei kam eine speziell zu diesem Zweck entwickelte Software zum Einsatz. Diese konnte innerhalb von zwei Monaten über 800.000 Datensätze und mehr als 14 Gigabyte Log-Dateien produzieren. Mit diesen Daten konnten insgesamt mehr als 3.500 Nutzer identifiziert werden, so der Verband der Muskindustrie (IFPI).
Der Erfolg unterstreiche wieder einmal, "dass Urheberrechtsverletzungen ernst zu nehmende Delikte sind", so Michael Haentjes, Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände. Die Musikindustrie will mit der Aktion aber vor allem ein Zeichen der Abschreckung setzen. Haentjes: "Die wichtige Botschaft an alle Internetnutzer ist, dass niemand damit rechnen kann, unentdeckt zu bleiben, wenn er Straftaten im Internet begeht.".