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F-14 TOMCAT

Techn. Bezeichn.: Langstreckenallwetterjäger F-14 TOMCAT
Kategorie: Jäger/Jagdbomber
Länder: Iran, USA
Hersteller: Northrop Grumman
Erstflug: 21. Dezember 1970

F-14 TOMCAT

Beschreibung:

Die US Navy war Mitte der 60er Jahre auf der Suche nach einem Nachfolger für die F-4 PHANTOM. Zuerst entwickelte man zusammen mit der Air Force den TFX, aus dem die GD F-111A für die USAF und die Grumman F-111B die USN enstanden. Letztere wurde aufgrund von Gewichtsproblemen gestrichen. Grumman, das aus den gemachten Fehlern gelernt hatte, entwarf einen neuen Schwenkflügeljäger, bei welchem die für die F-111B entwickelte Avionik zum Einbau kommen sollte. Das Resultat war die F-14 TOMCAT. Trotz ihre doch stolzen Alters von 34 Jahren ist die TURKEY, wie die TOMCAT von ihren Piloten genannt wird wird, immer noch der Jäger mit dem längsten Schlagarm. Eine zweckmäßige Avionik, eine gute Agilität und die AIM-54 Phoenix-A/A-Lenkwaffen machen dieses Flugzeug zu einer Maschine mit beeindruckender Feuerkraft. Das AWG-9/APG-71-Radar gehört mit ca. 210 km Erfassungsreichweite zu den besten Geräten seiner Klasse. Die entdeckten Ziele können mit den Phoenix-Lenkwaffen ab einer Distanz von 150 km bekämpft werden; AAMs mit kürzerer Reichweite, wie z.B. die AMRAAM oder die Sparrow gehören ebenfalls zum Inventar der TOMCAT. Ein Großteil der F-14-Flotte verfügt über ein IRST und ein TV-Kamerasystem großer Reichweite zur passiven Verfolgung bzw. Identifizierung von Flugzeugen. Zur Avionik gehören daneben auch ein RWR und diverse passive und aktive Schutzsysteme, welche bei den neuesten F-14D SUPER TOMCAT stark aufdatiert oder durch modernere Geräte ersetzt worden sind. Die F-14D soll auch das AN/APQ-165 Selbstschutzstörsystem enthalten.
Momentan stehen drei verschiedene TURKEY-Versionen im USN-Dienst: die F-14A Grundversion, die triebwerksseitig verbesserte F-14B ( vormals F-14A+) und die F-14D mit verbesserten Triebwerken und neuer Avionik. Der ursprüngliche Plan, alle A zu D umzubauen, fiel aus Kostengründen dem Rotstift zum Opfer. Gemäß neuesten Erkenntnissen beträgt die Restlebensdauer der A-Version nur noch wenige Flugstunden, weshalb die Navy gezwungen ist, die Maschinen in den nächsten Jahren aus dem Dienst zu nehmen. Derzeit werden einige TOMCATS mit Bombenracks und LANTIRN-Behälter ausgerüstet, um dem Flugzeug eine sekundäre Angriffsfähigkeit zu verleihen. Der Laserzielbeleuchter garantiert zusammen mit dem GPS-Empfänger für eine präzise Zielbekämpfung mit LGBs.
Auf jedem der großen Flugzeugträger hat die US Navy einen bis zwei Tomcat- Squadrons stationiert, wobei jeweils einige Flugzeuge als Aufklärer eingesetzt werden können. Für diese Aufgabe sind sie mit dem TARPS-Pod versehen.

Technische Details:

Besatzung: 2
Gewicht: Leer: 18590 kg, Normal Take-Off: 29070 kg, Max. Take-Off: 33730 kg
Geschwindigkeit: 2490 km/h / Mach 2.34
Spannweite: 19.54 m
Länge: 19,10 m
Höhe: 4,88 m
Antrieb: Zwei Turbofans Pratt & Whitney TF30-PW-414A mit je 93 kN mit Nachbrenner (F-14A) oder zwei Turbofana Geberal Electric F110-GE-400 mit je 102,8 kN Schub mit Nachbrenner
Schub: s. Antrieb
G-Belastung: folgt
Kraftstoffvorrat: folgt
Reichweite: 1230 km
Startstrecke: folgt
Landestrecke: folgt
Startgeschwindigkeit: folgt
Landegeschwindigkeit: folgt
Steigleistung: 152,4 m/s
Max. Flughöhe: 15240 m

Bewaffnung:

Max. Tragfähigkeit: 6580 kg

AIM-9 Sidewinder SRAAMs
AIM-7 Sparrow MRAAMs
AIM-120 AMRAMMs
AIM-54 Phoenix AAMs
GPBs
LGBs oder JDAMs Bombcat
TARPS-Behälter

Erkennungsmerkmal:

-Schwenkflügel, Schulterdecker; Flügel V-neutral; abgerundetete Enden
-gestreckte Flügel: fast gerade;
geschwenkte Flügel: am Höhenleitwerk anliegend
-Höhenleitwerk mit runden Enden; tiefere Befestigungshöhe als der Flügel
-Höhenleitwerk V-negativ; kleine ausfahrbare Flächen am festen Flügelteil
-relatives kleines, gepfeiltes V-Doppelseitenleitwerk, auf den Triebwerken
-große Distanz zwischen den Flügeldrehpunkten
-langes Tandem-Cockpit, aufgesetztes Canopy
-zweistrahlig; Triebwerke weit auseinanderliegend
-Lufteinläufe rechteckig, kastenförmig und abgeschrägt
-Übergang Rumpf/Flügel eckig mit 90 Grad-Winkel
-zwei schmale Kielflossen; auffallend breites Rumpfheck; Radom mit Sonde


F-14 beim betanken in der Luft

F-14 Frontansicht

F-14 nach Bruchlandung

F-14 auf einem Flugzeugträger



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Letzte Änderung durch ufo820 (2011-09-05)