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seit 25.07.2003 |
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| Kampfschwimmer |
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| Land: |
Deutschland |
| Einheit: |
Kampfschwimmer |
| Gründung: |
1959 |
| Zugehörigkeit: |
Bundeswehr |
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Geschichte:
Gründung 01.07.1959 mit dem ersten Lehrgang für Kampfschwimmer in List auf Sylt. 01.08.1959 erfolgt die Aufstellung eines Kampfschwimmerzuges in Sengwarden in der Strandmeisterkompanie des Seebatallions, welcher 1963 nach Eckernförde verlegt wird. 01.04.1964 wird dieser Kampfschwimmerzug in eine selbständie Kompanie mit einem Ausbildungs- und einem Einsatzzug umgegliedert. Im Jahre 1966 wird das Waffentaucherabzeichen und der Kampfschwimmerschein als Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Spezialeinheit der Bundeswehr eingeführt.
Nach Freigabe der Taucherübungshalle in der Marineunterwasserwaffenschule in Eckernförde erfolgt die Verlegung der gesamten Kampfschwimmerausbildung von List/Sylt.
Die Kompanie besteht nunmehr aus einem Ausbildungs-, einem Stranderkundungs-, einem schweren und einem leichten Kampfschwimmerzug.
1974 wird ein spezielles Kampfschwimmerabzeichen(stilistischer Schwerthai mit im Hintergrund befindlichen LL-Abzeichen) eingeführt.
Ab 1991 erfolgte eine Umgliederung in die Waffentauchergruppe, welche neben den Kampfschwimmern nun auch die Minentaucher beinhaltet, der neuen Struktur "Marine 2005". Seit der Indienststellung des KSK übt dieses mit Angehörige der Kampfschwimmer- und Minentaucherkompanie in regelmäßigen Abstanden miteinander. Eine Umgliederung in einen weiteren, neuen Marineverband, erfahren die Kampfschwimmer zur Zeit mit den Einheiten der Marinesicherung. |
Aufgabenbereich:
Auch im internationalen Vergleich gehören die in Eckernförde stationierten Kampfschwimmer der deutschen Marine zu den leistungsfähigsten Einheiten ihres Faches. Die für Sondereinsätze ausgebildete Kompanie kann zu Land, zu Wasser und aus der Luft kämpfen. Triphibisch nennt sich das in der militärischen Fachsprache.
Gerade bei der „klassischen“ Fähigkeit der Kampfschwimmer, dem operativen und taktischen Tauchen, gehören die Deutschen zur Weltspitze. Nicht umsonst arbeiten Spezialeinheiten zahlreicher NATO-Länder, wie das dänische Frogman Corps, der britische SBS (Special Boat Service) oder das französische Commando Hubert schon lange mit den Deutschen zusammen. Die intensivste Kooperation läuft mit dem US-Pendant der Kampfschwimmer: den SEALs (Sea, Air, Land) der US-Navy. Auch sie werden im Wasser, aus der Luft und auf dem Boden eingesetzt.
Seit 1976 läuft zwischen der Bundeswehr und der US-Navy das „Personnel Exchange Program“ (PEP). Inhalt dieser Initiative ist, dass mindestens je ein amerikanischer SEAL und ein deutscher Kampfschwimmer für jeweils ein Jahr den Partner in Eckernförde beziehungsweise in Norfolk/Virginia besuchen. Bevor die Sägefischträger – zur Zeit ausschließlich Männer – über den großen Teich geschickt werden, haben sie ihre Ausbildung komplett durchlaufen. Denn im Rahmen des PEP geht es nicht darum, militärische Grundlagen zu erlernen, sondern um Spezialwissen.
„Die Zusammenarbeit zwischen Kampfschwimmern und SEALs ist keine Einbahnstraße. Beide Seiten profitieren von der Kooperation“, erläutert Kapitänleutnant Stephan Plath, der Kompaniechef der Kampfschwimmer. Während die 1959 aufgestellte Kompanie von jeher ihren Schwerpunkt auf Einsätze im Wasser legt und damit über große Erfahrungen im taktischen Tauchen verfügt, haben die SEALs großes, auch durch Einsatzerfahrung gewonnenes Know how beim Landkampf im küstennahen Bereich. Die Aufgaben der Kampfschwimmerkompanie sind sowohl offensiv als auch defensiv: Unterwasserangriffe gegen Schiffe auf Reede und in Häfen, Angriffe zu Land gegen Objekte im küstennahen Bereich (Radar- und Raketenstellungen), Schutz eigener Einheiten und Anlagen bei Auslandseinsätzen gegen feindliche Attacken sowie terroristische Übergriffe, Rettungs- und Bergungseinsätze sowie Aufklärungsaktionen in Häfen, im Vorstrandbereich und im Hinterland.
Mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr sind die Aufgaben für die Kampfschwimmer noch vielfältiger geworden. Neben klassischen Aufträgen wie der Aufklärung von See her kommen nun Einsätze an Land und aus der Luft hinzu. So sicherten Kampfschwimmer Mitte der 90er Jahre den Rückzug des deutschen UN-Kontingentes aus Somalia und waren an der Embargoüberwachung gegen Restjugoslawien in der Adria beteiligt. Dabei stellten die Kampfschwimmer so genannte Combat Boarding Teams. Sie wurden vom Hubschrauber aus für Kontrollaufgaben abgeseilt, um verdächtige Schiffe zu kontrollieren.
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Auswahlverfahren:
Für Bewerbungen aus der Truppe kann sich jeder Soldat aus den Teilstreitkräften über die zuständige personalbearbeitende Stelle melden. Zu den sportlichen Mindestanforderungen, siehe unten,muss jeder militärische Bewerber auch mind. 20 Punkt im PFT(phyiscal-Fitness-Test) bestehen/nachweisen. Während der Ausbildung (Dauer mindestens 15 Monate) spielt neben der körperlichen Fitness die mentale Belastbarkeit eine wesentliche Rolle.
Außer den normalen Einstellungsvoraussetzungen für Soldaten müssen Bewerber für die Waffentauchergruppe folgende Bedingungen erfüllen:
- Weiterverpflichtung für eine Mindestverwendung von vier Jahren
- Taucher-, U-Boot und Kampfschwimmerverwendungsfähigkeit, Kampfschwimmer zusätzlich Borddienst-, Kraftfahrer und Fallschirmspringertauglichkeit
- mindestens fünf Klimmzüge im Ristgriff
- 1000m Schwimmen in höchstens 25:00 Minuten
- 5000m Laufen in höchstens 25:00 Minuten
- mindestens 45 Sekunden Zeittauchen
- 25m Streckentauchen mit einer Wende |
Training / Ausbildung:
Kampfschwimmer werden auch ausgebildet, um Versprengte zu bergen oder Geiseln zu befreien. Dazu trainieren sie mit der Anti-Terror-Einheit GSG 9 des Bundesgrenzschutzes, Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw und intern. Sondereinheiten. Die Sicherung von Marine-, Heeres- und Luftwaffeneinheiten bei Auslandseinsätzen wird künftig eine noch größere Rolle spielen. Dazu ist vorgesehen, die Spezialkräfte der Marine – darunter die Kampfschwimmer – weiter zu verstärken.
Die triphibischen Fähigkeiten lassen sich wegen national unterschiedlicher Aufgaben kaum vergleichen. Dennoch lässt sich sagen: Beim Landkampf stehen die amerikanischen SEALs an der Spitze. Ihre Ausrüstung ist immer auf dem neuesten Stand. In Europa sind die britischen (SBS) und französischen (Commando Hubert) Einheiten führend. Bei der Wasserarbeit (Tauchen, Kajak) gehören die deutschen Kampfschwimmer, die Franzosen und die Dänen (FROGMAN CORPS) zur Spitzengruppe. Beim Fallschirmeinsatz sollen alle Kampfschwimmer der Kompanie in Eckernförde höhensprungtauglich ausgebildet werden. |
Ausrüstung:
Um solche anspruchsvollen Aufgaben erfüllen zu können, verfügen Einheiten wie Kampfschwimmer und SEALs (neben ihren dienstlichen Ausrüstungen) über spezielle Ausrüstung und Bewaffnung, oft vom selben Hersteller. Zum Beispiel das Tauchgerät der Fa. Dräger. Dabei handelt es sich um ein so genanntes Kreislaufatemgerät: Da keine Blasen an die Oberfläche steigen, können die Taucher unbemerkt unter Wasser operieren.
Auch Nachtsichtgeräte, spezielle Funkgeräte sowie satellitengestützte Navigationssysteme sind baugleich. Weitere Parallelen gibt es bei Handfeuerwaffen. Sowohl bei den Kampfschwimmern als auch bei den SEALs kommt unter anderem die deutsche Maschinenpistole MP 5 zum Einsatz. Je nach Auftrag in verschiedenen Versionen, zum Beispiel mit Schalldämpfer und Nachtsichtgerät. 1976 wurde für Unterwasseraktionen die HK P11 bei den Kampfschwimmern eingesetzt. Sie wird unter anderem auch von den US Navy SEALs und von den britischen SAS eingesetzt, sowie von israelischen, dänischen, niederländischen und norwegischen Spezialeinheiten.
Doch die Amerikaner verfügen auch über Ausrüstungsgegenstände, die die Deutschen haben. „Bei den Kommunikationsmitteln und vor allem bei speziellen ‚Unterwassertaxis‘ können wir von den Amerikanern noch viel lernen“, gibt Kampfschwimmerchef Plath zu. Die Unterwasserfahrzeuge – so genannte SDVs (Swimmer-Delivery-Vehicles) – erinnern an Doppelvierer-Bobschlitten und ermöglichen es den Tauchern, größere Strecken unter Wasser in kurzer Zeit zurückzulegen, außerdem spezielle Waffen und Ausrüstungsgegenstände an Bord mitzuführen. Die SDVs lassen sich zum Beispiel auch von getauchten Ubooten aus starten. Unbemerkt gelangen die Teams so in die Nähe ihrer Ziele, lagern die Fahrzeuge auf dem Meeresgrund und dringen mit Tauchgerät und Schwimmflossen weiter vor. |
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Letzte Änderung durch Api (2007-02-16)
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