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KSK

Land: Deutschland
Einheit: Kommando Spezial Kräfte
Gründung: 1996
Zugehörigkeit: Bundeswehr

Wappen des KSK

Geschichte:

Das Kommando Spezialkräfte (KSK) wurde 1996 aufgestellt und der Division Spezielle Operationen (DSO) truppendienstlich unterstellt. Das KSK ist ein einmaliger Truppenteil, der in Anbetracht der neuen Rolle der Bundesrepublik Deutschland seit Wiedervereinigung und unter veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen notwendig wurde.

Aufgabenbereich:

Zu den Aufgaben gehören vielfältige Einsätze in Krisen- und Kriegsgebieten, u.a. Evakuierung von deutschen Staatsbürgern, Retten und Befreien von Geiseln, Schutz von Einrichtungen sowie das Gewinnen von entscheidenden Aufklärungsergebnissen.

Damit solche Aufgaben erfüllt werden können, setzen sich die Einsatzkräfte aus ausgewählten Unteroffizieren und Offizieren der gesamten Bundeswehr zusammen. Darüber hinaus verfügt das KSK über einen umfangreichen Unterstützungsbereich.
Das Kommando Spezialkräfte wird derzeit durch Brigadegeneral Carl Hubertus von Butler geführt, der im November 2003 den damaligen Kommandeur Brigadegeneral Reinhard Günzel ablöste. Das KSK ist mit rund 1000 Soldaten in Calw/Baden-Württemberg stationiert.



Einsatzkräfte:

Diese bilden mit vier Kommandokompanien und der Fernspähkommandokompanie den Kern des KSK. Nur Unteroffiziere und Offiziere, die das Auswahlverfahren bestanden haben, werden hier eingesetzt. Fallschirmsprungtauglichkeit und eine stabile Gesundheit sind weitere Voraussetzung. In einer mehrjährige Ausbildung werden die Soldaten für ihre zukünftige Profession ausgebildet.

Ein weiterer Bestandteil der Einsatzkräfte ist das Ausbildungs- und Versuchszentrum (AVZ). Das AVZ führt das Auswahlverfahren sowie die Ausbildung zukünftiger Kommandosoldaten durch. Ausbilder im AVZ sind daher erfahrene Kommandosoldaten. Das AVZ ist auch die Heimat des Pionierspezialzuges.



Unterstützungsbereich:

Ohne die Möglichkeit auf spezielle logistische und sanitätsdienstliche Unterstützung zurückgreifen zu können, kann das KSK seine vielfältigen Aufgaben nicht meistern. KSK funktioniert im Team, ohne umfangreiche Unterstützung - die auch weit entfernt von Deutschland, unabhängig von bestehender Infrastruktur in verschiedenen geographischen und klimatischen Bedingungen funktioniert - kann der Kommandosoldat seinen Auftrag nicht erfüllen.

Der Unterstützungsbereich umfasst drei Kompanien, die sich aus Fernmelde-, Versorgungs-, Instandsetzungs- und Sanitätsdienstteilen zusammen setzt.

Fallschirmreparaturen, Außenlasten an Hubschraubern, Transporte aller Art, Schwerlasten aus Luftfahrzeugen absetzen, der luftbewegliche Arzttrupp, aber auch die Instandsetzung von vielfältigen Einsatzfahrzeugen oder das Halten von globalen Funkverbindungen sind keine Fremdworte im Unterstützungsbereich. Der Unterstützungsbereich setzt sich aus längerdienenden Manschaften, Unteroffizieren und Offizieren zusammen. Diese müssen zwar nicht das Auswahlverfahren durchlaufen, Fallschirmspringen gehört jedoch zu ihrem Truppenalltag.

Auswahlverfahren:

Die Eintrittskarte in die Einsatzkräfte des KSK ziehen nur diejenigen Unteroffiziere und Offiziere, die ein dreimonatiges Auswahlverfahren erfolgreich absolvieren. Das Höchstalter der Bewerber ist für Offiziere auf 30 Lebensjahre , für Unteroffiziere mit Portepee auf 32 Lebensjahre und für Unteroffiziere ohne Portepee auf 28 Lebensjahre festgelegt. Begleitet von Assessment-Centern wird zunächst die körperliche Leistungsfähigkeit der Bewerber in einem mehrtägigen Sporttest geprüft. Der Höhepunkt des Auswahlverfahrens erfolgt bereits in der dritten Woche mit einer Überlebens- und Durchschlageübung, in der sich die zukünftigen Kommandosoldaten im Gruppenrahmen und bei langen Einzelmärschen durch den Schwarzwald in teilweise schwierigem Höhengelände bewegen. Eilmärsche, Verwundetentransport, schnelle Anstiege von mehreren hundert Metern, Transport schwerer Lasten über längere Strecken, Klettersteig und Abseilen mit vollem Gepäck sowie Schlaf- und Nahrungsentzug heißen die Merkmale dieser Übung. Aber wer diese Woche besteht, kann sich schon fast zur Familie des KSK zählen.

Zum Ende der drei Monate folgt die letzte Hürde der Auswahl, der Combat Survial Course, ein Überlebenslehrgang für Spezialkräfte. Dieser erfolgt aber nicht in Verantwortung des KSK, sondern unter Leitung der Internationalen Fernspähschule. Anschließend wird der Bewerber ins KSK versetzt - seine Ausbildung zum Kommandosoldaten beginnt.

Training / Ausbildung:

Dauer der Ausbildung min. 4 Jahre.

3 Wochen: Eignungsfeststellungsverfahren Teil(1)

Wie z.b. Psyschologischer Auswahltest, Sporttest, Vorbereitungsausbildung.

12 Wochen: Vorbereitung und Training für Teil(2)

1 Woche: Eignungsfestellungsverfahren (2)

z.b. Überleben und Durchschlagen bei extremen Belastungen
und Psyschologische Auswahltest Teil 2.

8 Wochen: Kommandogrundlagenausbildung.

3 Wochen: Überlebenstraining Spezialkräfte.
Danach kommt die Versetzung zum KSK.
Im Anschluß folgt eine 2 jährige Basisausbildung z.b.

- Fallschirmspringen
- Sanitätslehrgang
- Waffenausbildung
- Orts und Häuserkampfausbildung
- Ausbildung unter extremsten Klima ( Regen, Schnee, Sonne, Wasser ) u.s.w
- Nahkampfausbildung
- Pionierausbildung ( Sprengen, Entschärfen, )

Nach abschlß der Ausbildung kommt der Soldat in die Kommandoeinsatzverwendung und wird Bedarfsorientiert Ausgebildet und Spezialisiert um in bestimmte bereiche eingesetzt zu werden wie z.b. ( Sanitäter, Scharfschütze, ) u.s.w



Ausrüstung:

Waffen:

Heckler & Koch Mp5-SD3
Heckler & Koch G36
Heckler & Koch P8
Heckler & Koch HK69A1 Granatwerfer
Heckler & Koch 21 LMG
Heckler & Koch G22 Scharfschützengewehr Winchester .300 Magnum
Heckler & Koch MG3 GPM
Heckler & Koch P11 Unterwasserpistole
Heckler & Koch 23 LMG
Panzerfaust 3
Milan A.P.


Ausrüstung:

Kampfmittelwesten
Flecktarn-Kampfanzüge
Schwarze Einsatzkombis
Ballistische Schutzschilde
Schusssichere Visiere
Schwarze Sturmhauben
Schlüsselfähige HF&VHF-fähige Funkgeräte

weiter Ausrüstungsgegenstände sind:

Schnee-Mobile
Luftlandeausrüstung (auch Freifalltauglich)
Kajaks
Dünen-Buggy´s
Kräder
Bw-KFZ


KSK Soldat ausgerüstet für einen Nacht-Fallschirm-Sprung

KSK Soldat bei einer Waldübung bewaffnet mit H&K G36

KSK Soldat ausgerüstet für ein Häuserkamf mit einer H&K G36K



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Letzte Änderung durch ufo820 (2011-05-02)