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seit 25.07.2003 |
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| GSG 9 |
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| Land: |
Deutschland |
| Einheit: |
GSG 9 der Bundespolizei |
| Gründung: |
1972 |
| Zugehörigkeit: |
Bundespolizei |
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Geschichte:
Ähnlich den SEKs der deutschen Polizei findet auch die GSG 9 (früher Grenzschutzgruppe 9) der Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) ihre Geburtsstunde in dem Geiseldrama während der Olympischen Winterspiele 1972 in München.
Bei dem Befreiungsversuch auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck kamen alle Geiseln, fünf palästinensische Terroristen und ein Polizeibeamter ums Leben.
Der damalige Verbindungsoffizier beim Bundesinnenminister Genscher, Oberstleutnant im BGS Wegener, wurde mit der Aufstellung eines Spezialverbandes zur Rettung von Menschenleben in Fällen schwerster Gewaltkriminalität beauftragt.
Im April 1973 meldet Gründungskommandeur Wegener die Einsatzbereitschaft von zwei Einsatzeinheiten der GSG 9.
Am 17. Oktober 1977 bestand die GSG 9 ihre Feuertaufe bei der Befreiung von Geiseln aus der Lufthansa-Maschine "Landshut" in der somalischen Hauptstadt Mogadischu.
Bei der Festnahme der RAF-Terroristen Hogefeld und Grams kam es am 27. Juni 1993 auf dem Bahnhof in Bad Kleinen zu einem weiteren medienträchtigen Einsatz der GSG 9. Hierbei wurde der Polizeikommissar im BGS Newrzella von dem mutmaßlichen RAF-Terroristen Wolfgang Grams ermordet. Grams beging anschließend Suizid.
Die Masse der Einsätze findet jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Seit ihrem Bestehen hat die GSG 9 an über 1.300 Einsätzen teilgenommen. |
Aufgabenbereich:
Die vielfältigen Einsätze der GSG 9 im originären Bereich der Bundespolizei, für das Bundeskriminalamt, die Polizei der Bundesländer, die Bundeszollverwaltung und das Auswärtige Amt stellen die herausfordernde und interessante Hauptaufgabe der GSG 9 dar.
Für besonders gefährliche und komplexe Einsatzlagen verfügt die GSG 9 darüber hinaus über Spezialisten in den Bereichen:
Einsatz in maritimen Lagen
Präzisionsschützeneinsatz
Luftbewegliche Annäherungsvarianten, u.a. Fallschirmsprungeinsatz
Entschärfen von Spreng- und Brandmitteln.
Weiterhin entwickelt und erprobt die GSG 9 Methoden, Taktiken und Techniken sowie polizeiliches Spezialgerät zur Bekämpfung schwerer Gewaltkriminalität bis zur Einsatzreife.
Ein weiteres wesentliches Aufgabenfeld der GSG 9 ist die Ausbildungsunterstützung für Spezialeinheiten im In- und Ausland.
Kommandeur der GSG 9 ist ein Polizeidirektor der Bundespolizei.
Ihm unterstehen:
der Führungsstab incl. Leiter und stellv. Kommandeur
drei Einsatzeinheiten (GSG 9/1 bis 9/3)
die technische Einheit
die zentralen Dienste
und die IuK- und Dokumentationseinheit
Die GSG 9/1 ist zuständig für Einsätze zu Land , die GSG 9/2 für maritime Einsätze und die GSG 9/3 für Lufteinsätze. Die ersten beiden Gruppen sind mit je 100 Mann besetzt, die GSG-9/3 mit 50. Im Einsatz selbst bewegen sich die GSG-9 Beamten in Truppen zu je fünf Mann fort.
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Auswahlverfahren:
Der Weg in die etatmäßig 250 Dienstposten umfassende Spezialeinheit der Bundespolizei führt über eine zweieinhalbjährige Ausbildung bei der Bundespolizei und ein besonderes Eignungsauswahlverfahren.
In dem Eignungsauswahlverfahren werden die Eignung des Bewerbers in geistiger, charakterlicher und körperlicher Hinsicht für eine Ausbildung und Verwendung bei einer Einsatzeinheit der GSG 9 festgestellt.
Erfüllt der Bewerber die Anforderungen, kommt er zunächst in die Ausbildungseinheit der GSG 9. Hier werden in einer neunmonatigen Spezialausbildung die wesentlichen Grundlagen zur Bewältigung des oben beschriebenen Einsatzspektrums gelegt.
Das Aufgaben- und Einsatzspektrum einer Einsatzeinheit erfordert Polizeivollzugsbeamte mit folgenden Merkmalen:
überdurchschnittliche Intelligenz
gut ausgeprägte mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit
sehr gute Auffassungsgabe und Merkfähigkeit
stark ausgeprägtes praktisch - technisches Verständnis
hohe Belastbarkeit im psychischen wie physischen Bereich
stark ausgeprägte Teamfähigkeit
stark entwickelte Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein
gut ausgeprägtes Improvisationsvermögen
hohe Lernbereitschaft
starkes Interesse am Umgang mit Führungs- und Einsatzmitteln für die Bereiche einer Einsatzeinheit
hohe Konzentrationsfähigkeit bei und nach starker Belastung zur Erfüllung der gesetzlichen Aufträge
Höhentauglichkeit, Höhensicherheit
sicherer Umgang mit Schusswaffen auch unter Belastung
interkulturelle Kompetenz und Englisch- oder Französischkenntnisse
Was Sie für Ihre Bewerbung wissen sollten
Flexibilität und Einsatzbereitschaft wird von jedem Polizeibeamten erwartet. Ein weltweiter Einsatz ist für Sie ebenso möglich, wie die freiwillige Teilnahme an internationalen Polizeieinsätzen der Vereinten Nationen und anderer Organisationen.
Mit zunehmender Verantwortung werden Sie in Ihrer Laufbahn nach Eignung, Leistung und Befähigung aufsteigen.
Ein Aufstieg in die gehobene Laufbahn ist vorgesehen.
Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, werden Sie mit dem Erreichen des 27. Lebensjahres Beamtin/ Beamter auf Lebenszeit
Bewerbungsunterlagen
Mit Ihrer Bewerbung sind folgende Unterlagen vorzulegen:
letztes Schulzeugnis /Abschlusszeugnis
Geburtsurkunde
bei Bewerbern mit FOR Berufsnachweise
Schwimmnachweis
handgeschriebener Lebenslauf mit Passbild
Kopie der Fahrerlaubnis
Kopie des Personalausweises
Eignungsauswahlverfahren
Wenn alle notwendigen Bewerbungsunterlagen vorliegen und alle Voraussetzungen erfüllt sind, werden Sie zu einem Eignungsauswahlverfahren eingeladen; dieses besteht zunächst aus:
einem schriftlichen Test zur Feststellung der Allgemeinbildung und der geistigen und psychischen Leistungsfähigkeit
einer polizeiärztlichen Untersuchung
einer Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit
Nach Überwindung dieser Hürde werden Sie zu einem weiteren Eignungsauswahlverfahren (unter Leitung der GSG 9) eingeladen. Mit ihm soll
logisches Denkvermögen,
Kombinationsfähigkeit,
Wahrnehmungsgenauigkeit und räumliches Vorstellungsvermögen,
sprachliches Denkvermögen und Wortgewandtheit,
Gedächtnisleistung und rechnerisches Denkvermögen,
praktisch - technisches Verständnis anhand eines besonderen Assessment-Centers,
Konzentrationsfähigkeit vor und nach Belastung,
das Persönlichkeitsbild
festgestellt werden.
Zum Abschluss haben Sie dann Gelegenheit, vor der Auswahlkommission Ihre Interessen und Ihre Person vorzustellen.
Natürlich haben auch wir wichtige Fragen an Sie.
Das Auswahlverfahren hilft der GSG 9, das richtige Personal für sehr spezielle Aufgaben zu finden. Es ist zwar nicht ganz einfach und wird nicht von allen Bewerbern erfolgreich absolviert, aber dennoch schadet dieser Test weder Ihnen, noch Ihrer beruflichen Karriere.
Eine Wiederholungsmöglichkeit gibt es allemal.
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Training / Ausbildung:
Die Ausbildung dauert 2 ½ Jahre und findet in einer Polizeieinrichtung der Präsidium der Bundespolizei West bei freier Unterkunft, Dienstbekleidung, Ausrüstung, Krankenversorgung und kostengünstiger Verpflegung statt.
Der besondere Schwerpunkt der Ausbildung ist die Vermittlung des Rechtswissens.
Die Gesamtheit des Vorbereitungsdienstes vermittelt - immer wieder auf die Anforderungen der Praxis ausgerichtet - theoretische und praktische Kenntnisse.
Unter anderem wird auf folgenden Gebieten unterrichtet:
Rechtskunde (Straf-, Strafprozess-, Polizei-, Beamtenrecht und weitere Gesetze)
Psychologie
Waffen- und Schießausbildung
Polizeiverwendung und Einsatzlehre
Sportabzeichen und Rettungsschwimmen, waffenloses Einsatztraining
Die Anwärter werden durch Ausbildungspersonal der GSG 9 betreut und in ausgewählten Bereichen geschult.
Ausbildung bei der GSG 9
Anschließend an die Ausbildung kommt zunächst die Ernennung zum Polizeimeister oder zur Polizeimeisterin der Bundespolizei und dann die neunmonatige Spezialausbildung bei der GSG 9.
Nach erfolgreicher Ausbildung und Verleihung des Tätigkeitsabzeichens der GSG 9 erfolgt die Verwendung in einer der drei Einsatzeinheiten.
Eine weitere Verwendung bei der Technischen Einheit oder Informations- und Kommunikationseinheit ist bei entsprechender Eignung möglich.
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Ausrüstung:
Kurzwaffen:
Pistole P 226 der Firma Sig Sauer (9 x 19 mm)
Browning High-Power (9 x 19 mm)
Langwaffen:
Sturmgewehr M16/M4 (5,56 x 45 mm)
Zunehmend den Nachbau C7/C8 von Diemaco (5,56 x 45 mm)
Sturmgewehr G53 (HK; 5,56 x 45 mm)
Sturmgewehr G3 (7,62 x 51 mm)
MP 5 der Firma Heckler & Koch (9 x 19 mm; verschidenste Ausführungen)
Verschiedene Voderschaftreptierer; z.B. Remington 870
Scharfschützengewehr L96A1 (Accuracy International PM; 7,62 x 51 mm)
Unterstützungswaffen:
FN Minimi (5,56 x 45 mm)
L7A2 GPMG (FN Mag 58; 7,62 x 51 mm)
Browning M2 (12,7 x 99 mm)
Granatmaschinenwaffe Mk 19 Mod 3 (40 x 46 mm)
Granatgerät M203 (40 x 46 mm)
leichte Panzerfaust LAW 80
Panzerabwehrsystem MILAN
Stinger Fliegerfaust
L16 81 mm Mörser
Ausrüstung:
Schwarze Einsatz-Kombis
Kampfmittelwesten
Ballistische Helme mit schussicheren Visieren und Tarnbeuzg
Schwarze Sturmhauben
Einsatzausrüstung
Türstemmer
Adaptierbare Taschenlampen
Nachtsichgeräte
Schlagstöcke
Ballistische Schutzschilde
Schlüsselfähige HF&VHF-Funkgeräte
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Letzte Änderung durch cHasm (2011-03-25)
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