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Harrier II Plus

Techn. Bezeichn.: Harrier II Plus (AV-8B) VSTOL
Kategorie: Jäger
Länder: USA, Spanien, Italien, England
Hersteller: BAE SYSTEMS und Boeing/McDonnell Douglas
Erstflug: 09.11.1978

Harrier im Flug

Beschreibung:

Der Harrier II Plus erweitert die Fähigkeiten des Harrier mit der Einführung einer Multi-Mode-Radars und visual-range missile Fähigkeiten. Das US-Marinekorps erhielt das erste AV -8 B im Jahr 1993. Das USMC hat 215 Flugzeuge. Die italienische Marine hat 18 und die spanische Navy 17. Die UK Royal Air Force hat 60 Weihe GR.7, die im September 2006 auf GR.9 nachgerüstet werden.
Seit 1969 sind 824 Harriervarianten geliefert worden. Die Herstellung vom Harrier wurde im Jahr 1997 beendet. Durch Aktualisierung der Avionik, des Triebwerks und der Waffensysteme konnte die Leistungsfähigkeit erheblich gesteigert werden und der Harrier soll in seiner neuesten Version bis weit nach 2010 im Einsatz bleiben. Danach wird die F-35B den Harrier in den USA und Großbritannien ersetzen.

Als Einsatz war ursprünglich Bodenunterstützung und Jagdbomber vorgesehen. Erstkunde war die Royal Air Force, die 2 der 3 Einsatzstaffeln der RAF Germany unterstellte. Während des Falkland-Krieges erwies sich der Harrier den reinen Jagdflugzeugen wie der von den argentinischen Streitkräften eingesetzten Mirage III im Luftkampf als ebenbürtig, für seinen ursprünglichen Verwendungszweck zur Luftnahunterstützung ist er jedoch zu schwach gepanzert. Der AV-8 B ist auch bei Desert Storm, in Somalia, Bosnien und Operation Iraqi Freedom eingesetzt worden.
Die 1. Generation der Harrier (GR.1/T.2/GR.3/T.4/T.8), zu der auch die Sea Harrier (FRS.1, FA.2) zählen, wird nur noch von der britischen, thailändischen und der indischen Marine geflogen. Alle übrigen Nutzer fliegen die modernisierte, von der US-Firma McDonnell Douglas weiterentwickelte Version AV-8B.

Technische Details:

Besatzung: 1 Pilot
Gewicht: 6,340 kg (Leer),9413 kg (max.vertical Take-Off), 14061 kg (Maximum)
Geschwindigkeit: 1186 km/h; 0.94 Mach (Meereshöhe), 0,9 Mach auf Dienstgipfelhöhe
Spannweite: 9,25 m
Länge: 14.12 m
Höhe: 3,55 m
Antrieb: eine Rolls Royce Pegasus 11-61
Schub: 105.8 kN
G-Belastung:
Kraftstoffvorrat:
Reichweite: 3830 km, 490 km (mit voller Bewaffnung)
Startstrecke: vertical Take-Off
Landestrecke: verticale landung
Startgeschwindigkeit: -
Landegeschwindigkeit: -
Steigleistung: 75 m/sek
Max. Flughöhe: 15240 m

Bewaffnung:

Luft-Luft-Rakete:
AIM-9L/M Sidewinder, AIM-120A AMRAAM

Luft-Boden-Rakete:
Maverick AGM-65E/F, AGM-88 Harm

Antischiffs-Rakete:
AGM-84 Harpoon

Raketenwerfer mit dem folgenden Konfigurationen:
4 LAU-10 + 6 LAU-8
4 LAU-68 + 6 LAU-61
4 LAU-61 + 6 LAU-10

Bomben:
Mk.77 (Napalm)
Mk. 20 Rockeye II
Mk.82
Mk.83
Snakeye
Lasergesteuerte GBU-10 oder GBU-16

Bordkanone:
General Electric GAU-12/U 25mm (300 Projektile)

Erkennungsmerkmal:

Cockpit:
Das Cockpit ist vollständig tauglich für Tages- und Nachtbetrieb und ist bestückt mit head-up und head-down displays, einer digitalen Landkarte, einem Trägheitsnavigationssystem (INS) und einem handlichen Steuerungssystem (HOTAS).

Sensoren:
In der Luft-Bodenüberwachung liefert das im Tages- und Nachtbetrieb funktionierende Raytheon APG-65 Pulse Doppler Radar über hohe Entfernungen hohe Auflösungen zur Allwetter-Entdeckung und Verfolgung von landgestützten und seegestützten Zielen. Das Radar hat die Fähigkeit in einem großen Bereich kleine Schnellboote und große Seeschiffe ausfindig zu machen.

Avionic:
Die Avionic-Suite vom Harrier II Plus ist dem vom AV-8 Nachtangriff-Harrier des US-Marinekorps sehr ähnlich, und ist mit einem vorausblickenden infraroten (FLIR) Sensor, Nachtvisionsschutzbrillen (NVG) und einem NVG kompatiblen Cockpit bestückt.

Turbine:
Der Pegasus Motor 11-61 (F402-RR -408) von Rolls-Royce liefert einem hohen Schub und bewahrt seine Leistung auch in hoher Höhe. Die bedeutsamen aerodynamischen Merkmale des Flugzeugs sind large leading-edge root extensions (LERX) und unter de Flugzeugrumpf lift-improvement devices (LIDS), hängende Querruder (d.h. das Control Surface, die ein Teil der nachfolgenden Kante des Flügels bildet) und die eingeschobenen Klappen.
Der Harrier verfügt über ein Düsentriebwerk im Rumpf, dessen Abgasstrahl durch drehbare Schubdüsen nach unten bzw. nach hinten geleitet wird. In der Regel erfolgt der Start nicht senkrecht, sondern mit einer kurzen Anlaufstrecke (STOVL) oder auf Flugzeugträgern über eine Rampe, jedoch ohne Katapulthilfe - so kann erheblich mehr zugeladen werden. Die Landung (mit dann in der Regel nur noch halbem Startgewicht) kann dagegen wieder senkrecht erfolgen.


Harrier - Raketenabschuß

Harrier - auf Flugzeugträger

Harrier - Cockpit

Harrier - Radarkopf



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Letzte Änderung durch ufo820 (2011-09-05)