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Eurofighter EF2000 Typhoon

Techn. Bezeichn.: Luftüberlegenheitsjäger EF2000
Kategorie: Jäger
Länder: Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien
Hersteller: Eurofighter GmbH (DASA, BAE, Alenia, CASA)
Erstflug: 08.08.1986

Eurofighter EF2000

Beschreibung:

Der EUROFIGHTER 2000 sollte nach der Jahrtausendwende die derzeitigen Jagdflugzeuge der vier europäischen Länder Deutschland (F-4F PHANTOM II und MiG-29), Großbritannien (JAGUAR und TORNAFO F.3), Italien (F-104S STARFIGHTER und die von der RAG geliehenen 25 TORNADO F.3) und Spanien (MIRAGE F1) ersetzen.
Ursprünglich war vorgesehen, daß die ersten Flugzeuge 1997 einsatzbereit sein sollten, doch die Finanzlage und Probleme mit dem Flugkontrollsystem des Flugzeuges machten eine Streckung der Entwicklung nötig. Da inzwischen aber die Serienproduktion gesichert ist, hat das Flugzeug bestimmt auch gute Exportchancen, wobei hier vor allem an Saudi-Arabien und Norwegen gedacht wird. Griechenland beabsichtig den Kauf von EF2000.
Technisch und militärisch gesehen gibt es keine Alterntive zum EUROFIGHTER. Seine Agilität im Luftkampf stelle alles Bisherige, mit Ausnahme des viel teureren F-22, in den Schatten. Erreicht wird dies durch die aerodynamisch instabile Auslegung der Canard/Delta-Konfiguration und des integrierten eletronischen Flugkontrollsystems (FCS). Manöver sind bis zu +9/-3 g möglich. Pläne für den Einbau von Schubvektorsteuerung in die Triebwerke zeigen zudem das Entwicklungspotenzial auf.
Für den Kampf ausserhalb der Sichtweite hat der EF2000 ebenfalls die erforderliche Ausrüstung an Bord: das neue ECR-90-Radar mit diversen A/A- und A/G-Modes, ein IRST zur passiven Luftzielsuche, eine komplette Palette an EW-Systemen (ESM-ECM-Flügelspitzenbehälter, MAWS, RWR, LWR, Chaff/Flare-Werfer und gezogene Klöder) und selbstverständlich die derzeit beste A/A-Bewaffnung. Erwähnenswert wären an dieser Stelle die AIM-132 ASRAAM und die IRIS-T, infrarot gesteuerte Kurzstrecken-AAMs mit Zweifarben-IR-Suchköpfen, denen Ziele in 90-Grad zur Flugrichtung über das Helmvisier zugewiesen können.
Bei den Luftwaffen der vier Länder erwartet man die Einführung des Flugzeuges mit Spannung, denn erstmals seit langem werden sie wieder ein Flugzeug in die Finger bekommen, das im "Dogfight" den potenziellen Gegnern überlegen ist. Die Piloten, welche die Prototypen fliegen konnten, äußerten sich jedenfalls begeistert über das Flugverhalten und die Manövrierfähigkeit, obwohl noch bei weitem nicht an die Limiten herangegangen wurde. Aus RAF-Quellen konnte man jedenfalls vernehmen, daß die Maschine alle Anforderungen erfüllt oder sogar übertrifft. Man denkt auch bereits über eine mehr auf Bodenangriffe spezialisierte Version den EF2000 nach, um die TORANDO IDS ablösen zu können.

Technische Details:

Besatzung: 1
Gewicht: Leer: 9750 kg, Normal Take-Off: 16000 kg, Max. Take-Off: 21000 kg
Geschwindigkeit: 2125 km/h / Mach 2
Spannweite: 10,95 m
Länge: 15,96 m
Höhe: 5,28 m
Antrieb: Zwei Turbofans Eurojet EJ200 mit je 90 kN Schub mit Nachbrenner
Schub: s. Antrieb
G-Belastung: +9/-3 g
Kraftstoffvorrat: 6215 l (intern)
Reichweite: 1390 km
Startstrecke: 300 m
Landestrecke: 700 m
Startgeschwindigkeit: 234 km/h
Landegeschwindigkeit: 288 km/h
Steigleistung: Steigzeit auf 10670 m (Mach 1,5): 150 s
Max. Flughöhe: 16765 m

Bewaffnung:

Max. Tragfähigkeit: 6500 kg

AIM-9 Sidewinder AAMs
AIM-132 ASRAAMs
Später evtl. Meteor FRAAMs
GPBs
LGBs
AGMs
ALARM-ARMs
Taurus/Storm Shadow-CMs

Erkennungsmerkmal:

-Deltaflügel mit ESM-/ECM-Pods an den Enden
-Tiefdecker (Halbmitteldecker), V-neutral; mit ausfahrbaren Vorflügeln
-vollbewegliche Canards weit vorne am Bug abgesetzt, V-negativ
-ein relativ kleines Seitenleitwerk mit kleinem Lufteinlauf an der Wurzel
-blasenförmiges Cockpit/Canopy aufgesetzt; spitzer Bug ohne Sonde
-Lufteinlauf in "lächelnder" Form unter dem Rumpf, von oben nicht zu sehen
-zweistrahlig; Rumpf wird gegen hinten breiter
-ausfahrbare Luftbetankungssonde


Ansicht von schräg unten

Nach scharfer Rechtskurve

Landung mit Bremsschirm

Cockpit



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Letzte Änderung durch ufo820 (2011-04-01)